Tierschützer Jan Peifer

Von: Jan Peifer [mailto:newsletter@nackte-wahrheit.com] Gesendet: Dienstag, 8. November 2011 10:49
An: harald.von-fehr@tierschutz-union.de
Betreff: PM: Skurriler Prozess vor dem Landgericht Bonn ist zu Ende – Einschüchterungsversuch eines Nerzfarmers gegen den Journalisten Jan Peifer gescheitert

 

Pressemitteilung

Skurriler Prozess vor dem Landgericht Bonn ist zu Ende
Einschüchterungsversuch eines Nerzfarmers gegen den Journalisten Jan Peifer gescheitert

Bonn/Sankt Augustin, 08.11.2011. Das Landgericht Bonn hat heute die Schadensersatzforderung eines Nerzfarmers gegen einen Journalisten abgewiesen. Damit ist die wohl skurrilste Schadensersatzklage des Jahres gescheitert. Der Pelztierfarmer hatte dem Journalisten vorgeworfen, dass durch seine bloße Anwesenheit über 1.300 Nerze gestorben seien und damit ein Schaden von 22.000 Euro entstanden sei.
Glückliche Hühner auf grüner Wiese, zufrieden weidende Kühe mit ihren Kälbern, ein Nerz in einem Bett aus Stroh. Mit solchen Bildern wirbt die Lobby der Tierhalter, doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Der freie Journalist Jan Peifer recherchiert seit über 10 Jahren die tatsächlichen Haltungsbedingungen der Nutztiere in Deutschland und bringt die ungeschönten Bilder an die Öffentlichkeit. Er zeigt die nackte Wahrheit: kahlgerupfte Hühner in winzigen Gitterkäfigen, angekettete Kühe, blutig angefressene Nerze. Sehr zum Missfallen der milliardenschweren Industrie, die von der Nutztierhaltung lebt. Immer wieder erhält der kritische Journalist Androhungen von Unterlassungs- oder sogar Schadensersatzklagen.
Im aktuellen Fall hatte ein Nerzfarmer behauptet, die Anwesenheit des Journalisten auf seiner Pelzfarm habe den Tod von über 1.300 Nerzen und damit einen wirtschaftlichen Schaden von 22.000 Euro verursacht. Die Klage wurde jetzt vom Landgericht Bonn abgewiesen. Das Gericht konnte der Argumentation des Pelztierhalters nicht folgen. Dieser legte noch nicht einmal einen schlüssigen Beweis für den Tod der Tiere vor. Für Jan Peifer ist das heutige Urteil ein großer Gewinn: „Die Tierhalterlobby ist mit ihrem Versuch, mich mit einer möglichst hohen Schadensersatzforderung und den damit verbundenen Gerichts- und Anwaltskosten einzuschüchtern, gescheitert. Ich lasse mich nicht mundtot machen und werde auch weiterhin hinter die Kulissen schauen und das dokumentieren, was die Landwirtschaftslobby gerne geheim halten würde“.

Der Prozess könnte für den Nerzfarmer und dessen Frau ein Nachspiel haben, derzeit wird juristisch geprüft, inwieweit eine Anzeige wegen Betruges bzw. wegen Falschaussage vor Gericht Aussicht auf Erfolg hat.

Weitere Informationen zum Prozess unter http://www.nackte-wahrheit.com, dort findet sich auch ein ausführlicher Film mit allen Hintergründen.

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Jan Peifer
Südstraße 27
53757 Sankt Augustin
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Liebe Tierfreunde,
heute erhielten wir von Jan Peifer wieder eine E-Mail. 

Wie sich hier die Staatsanwaltschaft verhält ist ganz einfach bravourös.
Können wir vielleicht doch noch die Hoffnung hegen, das das Rechtssystem in unserem sogenannten “Rechtsstaat” wirklich noch rechtsstaatliche Formen annimmt?
Es wäre zu schön – um wahr zu sein!!!

 

 

Doch seht bitte selbst, was er berichtet:

Von: Nackte Wahrheit [mailto:Info@nackte-wahrheit.com] Gesendet: Mittwoch, 7. Dezember 2011 17:50
An: harald.von-fehr@tierschutz-union.de
Betreff: Skurriler Nerzfarm-Prozess hat ein Nachspiel – Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Prozessbetruges – Nerzfarm-Frau droht Freiheitsstrafe

Skurriler Nerzfarm-Prozess hat ein Nachspiel – Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Prozessbetruges – Nerzfarm-Frau droht Freiheitsstrafe

Vor einigen Tagen ging wohl einer der skurrilsten Prozesse im Jahr 2011 zu Ende. Ein Pelzfarmer aus Hörstel (NRW) beschuldigte mich, durch meine Anwesenheit auf einer Nerzfarm für den Tod von 1.385 Nerzen verantwortlich zu sein. Den angeblichen Schaden von rund 22.000 Euro sollte ich zahlen. „Völlig absurd“ – zumal die angeblich toten Tiere noch nicht einmal fotografiert worden sind oder ein Veterinär informiert wurde. Auch das Bonner Landgericht bemängelte die „Beweissicherung“ und konnte der Argumentation des Nerzfarmers und dessen umstrittenem Landwirtschaftsanwalt nicht folgen. Die Klage wurde am 08.11.2011 abgewiesen (AZ 18 0 453/09). Hier finden Sie einen ZDF-Bericht über den Ausgang des Prozesses. Auch die Zeitungen haben berichtet, z. B. können Sie hier den Express-Artikel lesen.

Ein juristisches Nachspiel hat der Prozess jetzt wohl für die Frau des Nerzfarmers. Sie sagte vor Gericht als Zeugin aus. Dabei verstrickte sie sich allerdings in massive Widersprüche. So sagte die Frau in einem parallelen Verfahren vor dem Duisburger Landgericht aus, dass sie die verendeten Tiere nicht selbst gezählt habe, vor dem Bonner Landgericht behauptete sie einige Wochen später, sie habe alle 1385 toten Tiere selbst gezählt. Nachdem der Richter auf ihre Wahrheitspflicht hinwies, sagte die Frau dann, sie habe nur einen Teil der toten Tiere (nämlich 35) selbst gezählt. Bei dieser widersprüchlichen Aussage blieb sie bis zum Ende der Verhandlung.
Im Urteil findet das Gericht klare Worte: „Die Aussage der Zeugin sei unglaubhaft“ und „die widersprüchlichen Aussagen (…) seien möglicherweise beeinflusst durch das für ihren Mann negative Urteil des Landgerichts Duisburg.“ Auch das Verfahren in Duisburg, welches denselben Sachverhalt zum Gegenstand hatte, ging verloren.

Die Staatsanwaltschaft Bonn (AZ 663 Js 645/11) ermittelt jetzt offensichtlich wegen uneidlicher Falschaussage und Beihilfe zum versuchten Prozessbetrug. Im Falle einer Verurteilung droht der Frau im schlimmsten Fall eine Freiheitsstrafe.

Weitere Informationen unter http://www.nackte-wahrheit.com, dort findet sich auch ein ausführlicher Film mit allen Hintergründen.
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